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Kompaktkurs Grundlagen des nachhaltigen Bauens

Nachhaltig zu leben, ist der nächste, unumgängliche Evolutionsschritt der Menschheit. Für die Bau- und Immobilienwirtschaft hat die DGNB eine klare Zukunftsvision. Gehen Sie jetzt mit uns in Richtung Nachhaltigkeit!

Lernen Sie in einem kompakten Intensiv-Kurs die wesentlichen Grundlagen über Nachhaltigkeit in der gebauten Umwelt, sei es beim Gebäude oder im Quartier. Die Fortbildung richtet sich an Berufseinsteiger, Studierende, Branchenteilnehmer sowie an alle Interessierte, die sich Wissen über das nachhaltige Planen, Bauen und Betreiben aneignen möchten. 

Dieses Wissen können Teilnehmer über eine separate Prüfung zum DGNB Registered Professional akkreditieren lassen. Das mit diesem Abschluss dokumentierte Wissen zu den Grundlagen des nachhaltigen Bauens ist ein erster Schritt für Ausbildung zum DGNB Consultant.

 

Inhalte der Grundlagen des nachhaltigen Bauens

Die Grundlage aller nachhaltigen Bauprojekte ist das Wissen darüber, welche Themen für das nachhaltige Bauen relevant sind. Die Online-Veranstaltung gibt Ihnen kompakt innerhalb von drei Tagen einen Überblick über die Möglichkeit innerhalb der Baubranche einen großen Beitrag für künftige Generationen zu machen. Zusätzlich werden die vielfältigen Zusammenhänge und Wechselwirkungen innerhalb einzelner Handlungsfelder aufgezeigt.

Im Folgenden eine Übersicht der Schwerpunkte an den einzelnen Tagen. 

Tag 1: Einführung und Grundlagen des nachhaltigen Bauens

1. Einführung Nachhaltigkeit: Die aktuellen Herausforderungen durch den menschengemachten Klimawandel werden durch eine ganzheitliche Betrachtung und klaren Argumenten verdeutlicht. Um Nachhaltigkeit umsetzen zu können, werden zunächst eine eindeutige Begriffsdefinition sowie Ansätze und Nachhaltigkeitsmodelle vorgestellt. 

2. Nachhaltigkeit bewerten: Auf Basis unterschiedlicher Nachhaltigkeitsstrategien wird deutlich, wie Nachhaltigkeit bewertet werden kann. In diesem Zusammenhang wird anhand von den Green Building Councils und vorhandenen Zertifizierungssysstemen aufgezeigt, wie Nachhaltigkeit von Gebäuden und Quartieren planbar und messbar gemacht werden kann. 

3. Ressourcenschonung: Die Baubranche trägt erheblich zum weltweiten Ressourcenverbrauch bei. In der Auswahl sowie Einsatz von Materialien steckt ein enormes Einsparpotential. Aber auch der Verbrauch von Fläche und Energie kann durch intelligente Planung deutlich reduziert werden. Bei allen Aspekten wird ein Umdenken in Richtung Stoffströme und Kreisläufe erforderlich. 

4. Umweltschutz und Klimaanpassung: Ziel ist es durch das nachhaltige Bauen den natürlichen Wasserkreislauf und die Biodiversität zu erhalten beziehungsweise zu fördern und dadurch gleichzeitig einen Beitrag zur Klimaanpassung und Resilienz unserer Gebäude und Städte zu leisten. 

Tag 2: Nachhaltigkeit fördern durch Synergieeffekte und gesundheitsförderndes Bauen

5. Ganzheitliches Planen und Bauen: Das nachhaltige Handeln ist eng mit einer ganzheitlichen Betrachtungsweise verknüpft. Es gilt, alle relevanten Aspekte des nachhaltigen Bauens sowie deren Wechselwirkungen im Blick zu behalten. Die Abhängigkeiten der unterschiedlichen Planungsbereiche und die synergetischen Wirkungen von Planungseingriffen werden an Beispielen aufgezeigt. 

6. Gestaltung und Soziales: Baukultur stellt eine zentrale Dimension von Nachhaltigkeit dar. Gestalterische Qualität verknüpft mit einem sensiblen Umgang mit Umwelt und Ressourcen werden mit verschiedenen Planungsansätzen schon lange verfolgt und bis heute durch Vergabeverfahren gesichert. Eng damit verbunden sind die Aspekte der sozialen und funktionalen Mischung, die ebenfalls Einfluss auf die Nachhaltigkeit von Gebäuden und Quartieren nehmen.

7. Gesundheit und Nutzerzufriedenheit: Einen Großteil seiner Zeit verbringt der Mensch täglich innerhalb von Gebäuden. Damit wird das Thema Innenraumqualität zu einem zentralen Aspekt nachhaltigen Bauens. Im Sinne einer hohen Aufenthaltsqualität müssen thermischer, akustischer und visueller Komfort gegeben sein. 

8. Schad- und Risikostoffe: Die Vermeidung von Schadstoffquellen über den Lebenszyklus eines Gebäudes von der Rohstoffgewinnung bis zum Abriss spielt innerhalb des nachhaltigen Bauens eine wichtige Rolle. Hierbei kommen den eingesetzten Materialien und den Konstruktionsweisen eine besondere Rolle zu. 

Tag 3: Nachhaltigkeit fördern durch lebenszyklusorientierte Planung

9. Lebenszyklusorientierte Planung: Zentraler Baustein eines jeden Nachhaltigkeitskonzeptes ist die Dauerhaftigkeit. Was heute geplant und gebaut wird, soll auf lange Sicht Bestand und Wert haben. Damit werden Flexibilität und Umnutzungsfähigkeit sowie Rückbau- und Recyclingfähigkeit zu grundlegenden Aspekten des nachhaltigen Planens und Bauens.

10. Ökobilanz (LCA): Ein zentraler Bestandteil der Nachhaltigkeit von Gebäuden und Quartieren ist die Bewertung der Umweltwirkungen über den gesamten Lebenszyklus, von der Förderung der Rohstoffe bis zum Rückbau. Die Einführung in die Ökobilanzierung gibt Ihnen einen Überblick über den Aufbau des Life Cycle Assessments (LCA) und Quellen für die relevanten Informationen. 

11. Lebenszykluskosten (LCC): Die Lebenszykluskostenberechnung dient als Grundlage für Investitionsentscheidungen und zeigt die Wirtschaftlichkeit eines Gebäudes. Durch die Einführung in eine Lebenszykluskostenberechnung erhalten Sie Einblick in die Methodik und Stellschrauben, sowie passenden Tools. 

12. Integrale Planung und nachhaltiger Gebäudebetrieb: Ein Bauprojekt wird von vielen Akteuren mitgestaltet. Nur wenn alle am Bau Beteiligten von Beginn an die angestrebten Nachhaltigkeitsziele für das Bauwerk kennen, kann jeder seine fachspezifische Expertise einbringen. Diese Prozesse müssen gezielt gesteuert werden. Die späteren Nutzer darf man dabei nicht außer Acht lassen. Auch sie müssen frühzeitig im Sinne der Partizipation einbezogen werden und leisten zudem über einen nachhaltigen Betrieb in der Nutzungsphase einen wichtigen Beitrag für die Gesamtperformance der Projekte.